Wohlen/Kanton Aargau, 14. Juni 2024
Knapp 100 Personen besuchten am 13. Juni die Generalversammlung des Aargauer Roten Kreuzes in Wohlen. Die meisten davon engagieren sich als Freiwillige, aber auch einige Mitglieder fanden sich unter den Anwesenden. Nach der offiziellen Begrüssung durch den Präsidenten Hans Rösch widmeten die Anwesenden dem verstorbenen Vorstandsmitglied Otto Zimmermann einen Moment der Stille. Danach ergriff Vorstandsmitglied Hans Muff das Wort. Nebst seinem Ehrenamt beim Aargauer Roten Kreuz ist der in Klingnau Wohnhafte auch Teil des Rotkreuzrats, das als oberstes Führungsorgan des Schweizerischen Roten Kreuzes gilt. Er appellierte an den Gemeinsinn und sagte: «Einer allein kann keine nachhaltige Hilfe leisten. Nur zusammen können wir die Menschen im Aargau unterstützen und anstehende Herausforderungen überwinden.»
Freiwillige engagieren sich einen Arbeitsmonat ehrenamtlich
Geschäftsführerin Regula Kiechle führte aus, dass vor allem die Entlastungsdienste zu Hause stark gewachsen sind. Sie ist überzeugt, dass auch künftig der Bedarf von betreuenden Angehörigen an Entlastung weiter steigen wird. Vorstandsmitglied Daniel Knechtli präsentierte in kurzen Zügen den Finanzbericht des Kantonalverbandes. Er sprach vom negativen Jahresergebnis, betonte gleichzeitig, dass das Aargauer Rote Kreuz weiterhin finanziell auf guten Beinen stehe. Besonders freute ihn die Sozialbilanz: Die 960 Freiwilligen haben sich im Schnitt 176 Stunden für ihre Mitmenschen engagiert. Das entspricht einem Arbeitsmonat. Zudem stimmten die Anwesenden einer Erhöhung des Mindestbeitrags für Passiv- und Kollektivmitglieder zu.
Zum Abschluss des offiziellen Teils blickte Regula Kiechle in die Zukunft und sagte: «Wir sehen die Einsamkeit als eine der grössten Herausforderungen von heute und morgen. Da werden wir künftig noch genauer hinschauen. Die sich wandelnden Bedürfnisse der Menschen und deren Finanzierung wird uns weiter beschäftigen. Ich bin überzeugt, dass wir diesen Spagat schaffen.»